Sonntag, 6. August 2017

The Night - Die Veränderung meines Lebens

Ich war mit meinen Mädels feiern und wollte einfach nur tanzen. Mein Blut war heiß und meine Füße glühten schon, ich war wie elektrisiert von der Musik, als ich plötzlich etwas fühlte, was noch nie da war. Du. Ich hab dich gesehen, du mich, ich war wie vor dem Kopf gestoßen, so was ist mir in 24 Jahren nie passiert und doch bist du da. Ich sah dich und du sahst mich, wir guckten uns an und konnten nicht mehr aufhören. Ich konnte mich einfach nicht mehr bewegen, wie auch immer du das gemacht hast, mein Leben ist seit dieser Nacht vor 4 Jahren nicht mehr dasselbe. Diese eine Nacht verdanke ich alles, die besten 4 Jahre meines Lebens.

Die Nacht:
Ich tanzte wie eine Verrückte, meine Mädels wussten sobald Musik läuft, bin ich zu vergessen.
Stunden vergingen, ehe sie mich mal sahen und fragten ob alles gut ist, Ich nickte nur und ging wieder tanzen, Ich kannte keinen Halt, keinen Stopp oder was anderes es gab mich und den Beat. Stunde um Stunde verging und es kribbelte plötzlich so heftig, dass es mir den Atem raubte, dann sah ich dich. Ich fühlte wie mir schwindlig wurde, mein absoluter Blutrausch. Ich hab nichts mehr gehört, es gab nur noch dich und mich, voller Ekstase. Wir gingen aufeinander zu und trafen uns in der Mitte des Raumes wir konnten nicht mal reden, wir haben uns einfach nur angesehen und doch so viel gesagt. Du bist mir gefolgt, als ich raus bin, ich brauchte einfach Luft, du nahmst mir den Atem mit nur einem Wimpernschlag. Wir standen draußen, ohne Worte und doch mit so vielen Worten.
Irgendwann ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist, du fragtest nach meinem Namen und ich sagte, ich heiße Laia und du?“. Du sagtest nichts, nahmst meine Hand und zogst mich an dich und dann flüstertest du in mein Ohr: Ich bin dein. Von dem Tag an waren wir unzertrennlich, wir tauschten die Nummern aus und schrieben Stundenlang ohne Pause, irgendwann sagtest du mir deinen Namen. Jalid. Ich war hin und weg so schnell, hat man mir noch nie den Atem genommen. Selbst als ich deinen Namen wusste, hab ich dich unter Mein Mann eingespeichert gelassen.
Als dann dieser eine Tag kam, wo wir uns gesehen haben, zum was weiß ich wievielten Mal und ich dachte, noch mehr kannst du mir den Atem gar nicht nehmen, wurde ich eines besseren belehrt. Ich kam im Park an und merkte, dass du stiller bist, ich fragte was los sei, doch du wichst aus und sagtest, alles ist okay, meine Frau. Ich wusste nicht, was ich sagen soll, also ließ ich es bleiben. Du führtest mich in den Rosenpark hinterm Schloss, was ich da sah, raubte mir jeden Funken Atem der mir zu Verfügung gestanden hat. Es war so unglaublich, überall hingen weiße Lampen und es war alles voll mit Blumen, bis auf in der Mitte, da lag eine Decke mit einem Picknickkorb und Kerzen überall verteilt. Wir gingen zur Mitte, du machtest ein Handzeichen und plötzlich lief das Lied aus unserer ersten Nacht. Ich war so überwältigt, das ich nichts sagen konnte und auch wollte, weil ich Angst hatte, es zerstört den Moment. Wir setzten uns und du holtest eine Flasche Sekt aus dem Korb, machtest ihn auf und fülltest zwei Gläser, damit sahst mich an und meintest: Für meine Frau nur das schönste“; und ich fing an zu weinen. Du warst so perplex, das du dachtest, es gefiel mir nicht, aber noch nie hatte ich so was Schönes gesehen wie an diesem Abend. Ich küsste dich und vergaß alles um mich herum mal wieder, dass hast du ständig mit mir gemacht, mit jedem Kuss hast du mich alles vergessen lassen.

Irgendwann knietest du dich hin und holtest was aus deiner Hosentasche eine kleine Schachtel und ich wusste was kommt, doch waren wir schon bereit? Du hast mich angesehen und ich konnte sehen, was für eine Angst du hast vor der Antwort. Ich hab dich angesehen und mir war sofort klar dass ich bereit, ich sah dir tief in die Augen, die Schachtel immer noch geschlossen, nahm ich sie dir aus der Hand, ohne mich von deinen Augen zu lösen, legte sie zur Seite, deine Angst wuchs, dass konnte ich riechen, aber ich sah dich weiter an und sagte nur ein Wort und zwar: „Ja!“ Du strahltest wie die Sonne, ich war so unfassbar glücklich, du machtest die Schachtel auf, stecktest mir den Ring an und meintest: „Für Immer!“ Ich sagte: „Für Immer.“

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